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Samstag, 6. Oktober 2012

Birnenkuchen

Ich hab aus den Bergen ein unglaublich gutes Birnenkuchenrezept mitgebracht und heute gleich ausprobiert. Er war einfach nur köstlich!!! (können meine Gäste auch bestätigen!) Gerne hätte ich ein Birnenkuchenfest gemacht, aber leider ist dieses Wochenende soviel anderes hier los dass ich das verschieben muss. Ess ich ihn eben alleine auf...

Man braucht dafür:

MÜRBTEIG:
375g Mehl
100g Zucker
2Pkg Vanillezucker
200g Butter
1 Ei

BELAG:
3 Dosen Birnen
450g Creme Fraiche
3 Eier
50g Zucker
3EL Stärke
2Pkg Vanillezucker
1 1/2TL Zimt
30g geriebene Mandeln

Alle Zutaten vom Teig zusammenmischen und zu einem Teig verkneten. Auf einem Blech auswalken. Birnen abtropfen lassen und in 1cm dicke Scheiben schneiden und auf dem Teig verteilen. Creme Fraiche, Stärke, Eier, Zucker, Vanillezucker und Zimt verrühren, über den Birnen verteilen und mit Mandeln bestreuen. Hellgelb backen.

Heißluft: 150-170°C; 60-70min
Ober/Unterhitze: 170-190°C; 65-75min

(Hab mit Ober/Unterhitze gebacken und er war in weniger als einer Stunde schon recht braun,... also einfach ausprobiern)
Der Kuchen wird recht dünn, schmeckt haber trotzdem wahnsinnig gut!

Gutes Gelingen!

Eure Anna

Freitag, 5. Oktober 2012

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Confused

confusing.... this is confusing.

Niemand........

... wirklich niemand..... ich könnte hier schreiben was ich will, niemand würde sich beschweren. Niemand.

Anna.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

5. Werten

Ich kann selbstverständlich nur von mir reden, und ich werte sehr schnell. Ich sehe einen Menschen und habe gleich entschieden ob der gut aussieht oder nicht, ob der vermutlich nett ist oder eher nicht und ob ich mit diesem Menschen was zu tun haben möchte usw. Das geht mir nicht nur bei Menschen so sondern bei allem möglichen wie z.B bei Essen, Gerüchen, Musik, Kleidung,... allem eigentlich, und was ich gelernt habe ist, dass nur weil ich den Geruch nicht mag, heißt es nicht, dass er schlecht ist. Es gibt Menschen, die mögen Pferdestallgeruch. Ich mag den nicht so gern, aber etwas als schlecht zu bezeichnen ist nicht ok. Es ist wie es ist und nur weil ich wen nicht mag heißt es nicht, dass er schlecht ist. Sofortiges Werten ist unfair... Find ich - gibt es andere Meinungen?

4. Vollgas

"Es gibt nur ein Gas - Vollgas "... das Wort hat mich zwei Monate begleitet und ich dachte mir nur.. oh man, das ist einfach nur verrückt! Immer vollgas herumrennen und arbeiten so viel wie geht - krank! Aber das Prinzip hinter Vollgas ist ziemlich gut. Wir haben uns nach einer Weile schon darüber amüsiert, dass wir jetzt gerade vollgas sitzen und vollgas Pause machen und vollgas ein Glas Wasser genießen. Und genau um das geht es. Was auch immer ich tue, ich möchte es Vollgas machen, aus ganzer Seele, mit meiner ganzen Aufmerksamkeit, und wenn ich warte, dann warte ich Vollgas und wenn ich einkaufen geh, dann geh ich vollgas einkaufen und wenn ich mich mit wem treffe, dann tue ich das, und NUR das. Volle Konzentration auf das was man gerade jetzt tut. Vollgas leben!

3. Annehmen

Ganz wichtig! Das Gefühl, oder den Wert der einem das Gegenüber sendet muss man nicht annehmen! Schuldzuweisungen die nicht gerechtfertigt sind muss man nicht auf sich nehmen. Das klingt einleuchtend und irgendwie dumm wenn mans macht, aber sehr sehr sehr sehr oft lass ich mich anstecken von der Laune anderer oder von deren Sichtweise. Auch so wie man sich selbst sieht ist oft das, was andere einem signalisieren: du bist schön oder nicht, du bist cool oder nicht, du bist gscheit oder nicht, du bist seltsam oder nicht, du bist talentiert oder nicht, du bist lustig oder nicht usw. Und so fühlt man sich dann auch und definiert sich über das was einem die anderen "sagen" oder spüren lassen. Das kann gut gehen, aber das kann auch sehr schwerwiegende Folgen haben. Desshalb also nicht vergessen, dass man nicht annehmen muss was andere einem zu fühlen senden. Man hat die Wahl und entscheidet selbst, wer man ist. Und, wichtig zu wissen, jeder Mensch ist wertvoll auch wenn andere das anders sehen.

2. Angst vs. Vertrauen

Angst ist ein unnötiges Gefühl. Sie hemmt die Intelligenz. Ohne Angst kann man klarer Denken und Probleme besser lösen.
Wenn man an einen Gott der auf einen aufpasst glaubt, ist Angst sowieso für die Katz, weil man ja vertrauen kann, dass alles gut wird. Jedoch selbst wenn man nicht an einen Gott glaubt ist die Haltung, dass alles gut wird eine bessere, als sich zu fürchten und das schlimmste zu erwarten. Denn die Haltung die man einnimmt trägt viel zum Ergebnis der Situation bei. Somit macht Angst einfach keinen Sinn und sollte wenn möglich nicht gefühlt werden :) Nur Mut!

Dienstag, 2. Oktober 2012

1. Es is, wias is.

"Was man nicht ändern kann ist das Wetter und die Verwandtschaft" 

Jeden Tag ist die Weisheit "Es is wias is" in irgend einer Art gefallen und ich muss sagen, ich bewundere besonders den Wirt für diese gesunde Lebenseinstellung. Eine Grundzufriedenheit dem Leben gegenüber zu haben erleichtert es ungemein! Täglich wird aufm Berg übers Wetter geredet und sich beschwert oder auch nicht und ich bin der Meinung, dass gerade das Wetter eine gute Möglichkeit ist, das "Akzeptierprinzip" zu üben. Man braucht sich nicht über alles beschweren oder Gedanken zu machen. So wieas is, is. Nicht, dass ihr denkt, ich habe etwas gegen Veränderungen oder Bemühungen und Einsatz, aber es gibt einfach Dinge im Leben, besonders kleine Sachen im Alltag die man akzeptieren sollte, denn alles andere ist um sonst. Auch Sachen die schon passiert sind, da lohnt es sich überhaupt nicht, sich aufzuregen oder sich zu ärgern. Denn was war, war! :)

Got nothing but time in our hand

Was ist Zeit? Wo ist sie geblieben? Wie kann es sein, dass ich wieder in Wien bin?



Es kommt mir so vor, als wären die letzten beiden Monate nur ein Traum gewesen, und das ist jetzt keine Floskel - ich finde beim Auspacken ein kleines Taschenmesser das mir Samuel geschenkt hat und denke mir: Ich war echt dort oben! Ich sehe die Brandwunde auf meinem Fuß und versichere mich, dass das echt war.
Auf dieser Hütte hab ich eine unglaubliche Zeit erlebt. Hatte keinen einzigen Tag frei und oft von 7 - 22:00 durchgearbeitet. Es gab oft keine Zeit zum Essen und von dem achtjährigen hab ich immer mal wieder zu hören  bekommen, dass ich zum arbeiten hier bin. Jeden Tag hab ich mich aus dem Bett gequält und mir gewünscht, dass doch schon Abend wäre. Hab abgenommen und in den zwei Monaten nur einen Berg bestiegen - und der ging sich auch nicht bis ganz oben aus. Ich hab mich von Kartoffeln, Brot und Müsli ernährt und mir jeden Tag vorschreiben lassen müsen, wie ich ihn verbringe. Hatte sehr oft ein schlechtes Gewissen, wenn ich mich kurz hingesetzt hab. 

ABER!!

das unfassbare ist, dass ich fast jeden Tag in meinem Tagebuch stehen hab, wie gut es ist, dass ich hier bin und das hier mache und wie dankbar ich bin, dass ich so viele Menschen treffe, von denen ich so viel lernen kann! Wie wahnsinnig schön es ist und wie gut es tut inmitten der Berge zu leben. Selten war ich mir so sicher, dass das was ich mache richtig ist. Ich war zwei Monate am selben Ort, hab weder ein Dorf gesehn noch ein Auto, noch ein Fahrrad, oder einen Computer. Kein Internet, kein Handy, einfach einmal LEBEN. Nur Arbeiten, Essen, Sterneschauen, mit den Menschen sprechen die auf der Hütte sind. Die Einfachheit des Lebens genießen. Alles annehmen wies ist und Vollgas leben bzw. in diesem Fall arbeiten (dazu später evtl mehr).

Ich bin so froh, dass ich dort oben sein konnte auch wenn ich die Tage bis zu meiner Heimreise gezählt hab. Verrückt oder? Es ist tatsächlich ein lachendes und ein weinendes Auge zugleich. Jetzt bin ich wieder in der Stadt, umgeben von Geschäften mit brutal viel Auswahl und Menschen die tatsächelich sehr traurig aussehen. Ich wünsche mir so sehr, dass ich mich ein bisschen verändert hab und gewisse Werte und Sichtweisen geändert hab, aber ich hab schon bemerkt, dass ich doch noch die gleiche bin.

Abschiede sind für mich irgendwie immer sehr tragisch und so viel es mir trotz Freude echt schwer die Hütte samt Umgebung und Familie zu verlassen, aber ich habe viel vor und hoffe, dass mein Leben, dass ich jetzt fortsetze (ich kann jetzt alles wieder selbst entscheiden!!!) reich an Gutem und Wertvollem ist.

Heut hab ich mir bei einer Bäckerei was leckeres gekauft und langsam genossen. Ich freue mich, dass ich wieder ein bisschen mehr genießen kann, was wir alles haben! Überfluss macht uns unsensibel und undankbar.


Got nothing but time in our hand.... I don´t wanna waste it!